5. Februar 2023
von Anette Schulte
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Pressemeldung: Parents for Future Bielefeld zeigt Verkehrsminister Wissing die rote Klimakarte!

Bundesweite Aktion „Autobahnausbau stoppen“

Rund 30 Menschen sind am Freitag dem 03.02.2023 dem Aufruf der Bielefelder Parents for Future-Gruppe gefolgt, um Verkehrsminister Wissing die Rote Klimakarte zu zeigen. Die Aktion fand in Zusammenhang mit dem bundesweiten Aktionstag „Autobahnausbau stoppen“ statt.

„Die FDP hat die rote Klimakarte verdient“, so Anja Sahrhage von Parents for Future, „denn Wissing fordert im Zusammenhang mit dem Planungsbeschleunigungsgesetz den Bau neuer Autobahnen. Statt marode Brücken zu sanieren, sollen hunderte neue Autobahn-Kilometer beschleunigt gebaut werden. Klima- und Artenschutz sind dabei die Verlierer.“
„Wir treffen uns vor dem Wahlkreisbüro der SPD, weil wir darauf dringen möchten, dass die SPD bei den Ampel-Verhandlungen zum Planungsbeschleunigungsgesetz standhaft bleibt und nicht zulässt, dass der klimaschädliche Neubau von Straßen in das Gesetz aufgenommen wird“, erklärt Sahrhage den Ort der Veranstaltung.
Da die Aktion recht kurzfristig angemeldet wurde, war von den Adressaten der Aktion leider niemand zu sprechen. „Wir stehen aber in Kontakt mit der SPD und werden in Kürze das Gespräch erneut suchen“, so Sahrhage.

„Es gibt auch ein lokales Thema, das wir dringend mit der SPD besprechen möchten“, ergänzt Anette Schulte, die ebenfalls bei Parents for Future aktiv ist. „Wir möchten die SPD überzeugen, sich im Rat der Stadt Bielefeld gegen den Baubeginn der L712n auszusprechen. Denn wenn der geplante Bau umgesetzt wird, droht die Zerstörung der ökologisch wertvollen Gebiete Johannisbachaue und Kerksiekbachaue. Außerdem fließt dann erheblich mehr Verkehr in die Bielefelder Innenstadt, was die geplante Verkehrswende sehr erschweren dürfte.“

Trotz der abwesenden Gesprächspartner von der SPD war die Stimmung bei den Demonstrierenden gut. Ein vielseitiges Programm mit vielen Redebeiträgen und einem sehr beeindruckenden Poetry von Anette Klee aus der Güterloher Parents for Future -Gruppe, lies die Anwesenden das ungemütliche Wetter zeitweise vergessen.

 

31. Januar 2023
von Anette Schulte
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Veranstaltung: Klima, Kohle, Lützerath: sind die Klimaziele noch erreichbar?

Eine Veranstaltung des BUND Bielefeld in Kooperation mit Parents for Future Bielefeld sowie der VHS Bielefeld

22.01.2022 | 18:30 Uhr | VHS Bielefeld – Historischer Saal

Im Januar wurde das Dorf Lützerath geräumt und zerstört. Über 35000 Menschen der Klimabewegung haben gegen den weiteren Abbau der Braunkohle unter dem Dorf protestiert. In der Öffentlichkeit hat das eine intensive Debatte um Klimaschutz, Kohleausstieg und zivilen Ungehorsam ausgelöst.
 
Der geplante Kohleausstieg 2030 und der Erhalt von 5 Dörfern am Tagebau Garzweiler sind Erfolge für den Klimaschutz, auch ein Erfolg der Klimabewegung. Dass unter Lützerath noch über 280 Millionen Tonnen Kohle abgebaut werden sollen, stellt aber das Erreichen der Klimaziele in Frage. Gibt es noch Chancen, die Kohlemengen in Garzweiler weiter zu begrenzen? Wie geht es im Klimaschutz und der Energiewende weiter, wie kann der nötige Ausbau der Erneuerbaren Energie gelingen und Klimaneutralität erreicht werden?
 
Darüber wollen wir informieren und diskutieren. Nach einer Einführung durch Dirk Jansen (Geschäftsleiter und Energiexperte des BUND NRW) diskutieren wir das Thema mit Vertreter*innen aus Klimabewegung und Politik in einer offenen Podiumsrunde.

Weitere Infos zum Programmablauf gibt es ab ca. 10.2. hier:  https://bielefeld.bund.net

27. Januar 2023
von Anette Schulte
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Gobaler Klimastreik am 3.3.2023

Auch in Bielefeld sind wir wieder dabei! Nähere Infos folgen.

Aufruf von Fridays for Future Deutschland:

Am 3. März 2023 findet weltweit der nächste globale Klimastreik von Fridays for Future statt. Wir rufen alle dazu auf, sich uns anzuschließen und gemeinsam mit uns für Klimagerechtigkeit auf die Straße zu gehen.

Während LNG-Terminals in einem Jahr gebaut werden und somit neue fossile Infrastruktur geschaffen wird, stoppt der Ausbau der erneuerbaren Energien immer noch, Klimaziele werden von Ministerien gebrochen und nicht mal ausreichende Pläne zur Einhaltung der Klimaziele vorgelegt!

Ein besonderer Fokus liegt in diesem Jahr auf Lützerath, einem Dorf, das abgerissen wurde, um mehr Kohle zu verbrennen und einen gerechten Beitrag Deutschlands zum 1,°C-Ziel so unmöglich macht. Dies ist ein klares Beispiel dafür, dass die aktuelle Politik nicht ausreichend handelt, um die Klimakrise zu bekämpfen. Wir möchten mit unseren Aktionen auf die dringende Notwendigkeit hinweisen, endlich handlungsfähig zu werden und unsere Emissionen schnellstmöglich zu reduzieren.

Wir hoffen, dass möglichst viele Menschen am 3. März an unserem Streik teilnehmen und gemeinsam für eine lebenswerte Zukunft kämpfen. Lasst uns zeigen, dass wir bereit sind, für den Klimaschutz auf die Straße zu gehen und uns nicht länger von der Politik ignorieren zu lassen.

15. Januar 2023
von Anette Schulte
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Großdemo in Lützerath – eine kleine Nachlese

Auf der großen Demo am 14.01. in Lützerath haben mindestens 35.000 Menschen gezeigt: Lützerath muss bleiben!

Aus Bielefeld sind zwei Busse angereist, ein Bus aus Detmold hat ebenfalls Menschen in Bielefeld eingesammelt. Viele sind mit dem Zug gekommen, es haben sich Fahrgemeinschaften gebildet. Bielefeld war am Samstag auf der Demo gut vertreten.

Im Raum Köln waren die Züge in Richtung Erkelenz so voll, dass keine Fahrgäste mehr mitgenommen werden konnten. Die Autobahnausfahrten wurden zeitweise gesperrt. Die Shuttlebusse von Erkelenz und Hochneukirch in Richtung Keyenberg waren hoffnungslos überfordert.
Viele Menschen konnten aus diesem Grunde nur verspätet oder gar nicht zur Demo anreisen.
Wir wären also noch viel mehr gewesen!!! Und das bei wirklich miesem Wetter!

Auch von den Parents for Future Bielefeld haben sich einige Menschen auf den Weg nach Lützerath gemacht. Leider war es nicht möglich, dass wir uns vor Ort zusammenfinden konnten. Zum einen aufgrund der riesigen Menschenmenge, zum anderen, aufgrund dessen, dass 35.000 Menschen in einer Mobilfunkzelle waren, was die Kommunikation sehr erschwert hat.

Warum waren wir vor Ort?

Wir wissen: bei Lützerath liegt die 1,5 Grad-Grenze! Reißen wir diese, wird das unabsehbare Folgen für uns und für zukünftige Generationen haben.

Denn beim Verbrennen der unter Lützerath liegende Kohle würden 280 Mio t CO2 emittiert. Damit wird es laut Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung praktisch unmöglich, die Pariser Klimaziele und damit auch das Urteil des Bundesverfassungsgerichts noch einzuhalten.

Wir sind enttäuscht von unserer Landesregierung und unserer Bundesregierung. Diese haben mit einem Deal zwar einen vorgezogenen Kohleausstieg erreicht. Aber: Der Kohleausstiegsdeal spart bei weitem nicht so viel CO2 ein, wie uns Glauben gemacht werden soll. Fast die gesamte Kohlemenge, die RWE bis 2038 fördern und verbrennen wollte, wird jetzt in der Hälfte der Zeit verstromt. Mit diesem Deal macht RWE noch mehr Gewinne, da der CO2-Preis künftig steigen wird. Je schneller die Kohle verfeuert wird, desto besser also für RWE.

Sowohl die Forschungsgruppe Aurora Energy Research als auch das Deutsche Institut für Wirtschaft kommen in Studien aus dem Jahr 2022  zu dem Ergebnis, dass aus energiewirtschaftlicher Sicht auf die Kohle unter Lützerath verzichtet werden kann. Demnach beträgt der Bedarf an Braunkohle bis 2030 maximal 234 Mio t Kohle. Auch beim Erhalt des Ortes Lützerath wären noch 260 Mio t Kohle förderbar.

Die Räumung von Lützerath soll also nicht aus Versorgungssicherheitsgründen durchgeführt werden, sondern weil sie für RWE die kostengünstigere Variante darstellt.

Wir wollen nicht zulassen, dass Konzerninteressen über die Interessen von uns allen gestellt werden.

Greta Thunberg: „Lützerath ist noch da!“

Auch Greta Thunberg war bei der großen Demonstration dabei. Sie rief dazu auf, das Dorf Lützerath nicht aufzugeben. „Lützerath ist noch da, und solange die Kohle noch in der Erde ist, ist dieser Kampf nicht zu Ende“

Ihr zeigt heute deutlich, dass Veränderungen nicht von den Leuten kommen werden, die an der Macht sind, von Regierungen, von Konzernen, von den sogenannten Führungspersönlichkeiten, sagte sie. „Nein, die wahren Führungspersönlichkeiten sind hier. Es sind die Menschen, die in den Baumhäusern sitzen und die Lützerath nun schon seit Jahren verteidigen.“

Was ist dran an den Berichten zu Gewaltvorfällen?

Während die meisten von uns im Demozug oder vor der Bühne waren, haben mehrere Hundert Aktivist*innen versucht, den doppelten Zaun um Lützerath zu durchbrechen, um Lützi erneut zu besetzen. Dabei kam es wohl zu massiver Gewaltanwendung durch die Polizei.

Eine Zeugin, die sich in der Nähe des Zaunes um Lützerath aufhielt, schrieb in die Parents for Future-Bielefeld-Gruppe:

„Die Menschen wollten nach Lützerath. Die Polizei hat sie mit Schlägen und pfeffern nicht durchgelassen.
Auch wenn Schlamm auf die Polizisten geworfen worden ist war dieses rumprügeln auf Menschen keinesfalls verhältnismäßig. Die Cops wirkten ein bisschen irre. Sie schlugen auf Menschen ein, die die Hände oben hatten…schrecklich.“

Die Initiative Lützerath bleibt! berichtet von folgenden Verletzungen durch Polizeigewalt:

  • zahlreiche Knochenbrüche verschiedenster Körperteile
  • mindestens eine bewusstlose Person
  • zahlreiche gezielte Schläge auf den Hals mit Fäusten und Schlagstöcken
  • mindestens ein Hundebiss, der im Krankenhaus behandelt werden musste
  • zahlreiche Verletzungen durch Pfefferspray
  • zahlreiche weitere Verletzungen, darunter mindestens eine Rippenprellung …

Wir verurteilen diese Polizeigewalt aufs Schärfste! Sie führt zur Spaltung und zu weiterer Eskalation! Parents for Future Deutschland hat eine Pressemeldung „Stoppt die Gewalt gegen unsere Kinder und Enkelkinder in Lützerath“ herausgegeben:
https://www.parentsforfuture.de/de/pm-gewalt-luetzi

Aktuelle Informationen über die Geschehnisse der letzten Wochen sowie der Großdemo könnt Ihr auch bei der Pressekonferenz vom 15.01.23 der Aktivist*innen vor Ort nachhören: https://www1.wdr.de/fernsehen/wdr-aktuell/videos/video-pressekonferenz-am-sonntag-der-aktivisten-in-keyenberg-zur-raeumung-von-luetzerath-100.html

Demo war ein großer Erfolg

Auch wenn die Medien sich vor allem auf die Gewaltberichte konzentrieren: es war ein riesiger Erfolg, dass sich so viele Menschen trotz des wirklich miesen Wetters auf den Weg nach Lützerath gemacht haben.
Wir haben damit gezeigt, dass wir es nicht zulassen, dass unsere Zukunft und die Zukunft unser Kinder und Enkelkinder für Konzerninteressen zerstört wird. Wir sind viele! Wir lassen uns nicht spalten! Jetzt geht es erst richtig los!

Denn wie Greta richtig sagt: „Lützerath ist noch da, solange die Kohle noch in der Erde ist“!

8. Januar 2023
von Anette Schulte
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Kommt alle nach Lützerath!

Tag X ist da – die Räumung hat begonnen

In Lützerath werden bereits die ersten Strukturen geräumt. Die Aktivist*innen vor Ort haben deshalb Tag X ausgerufen. Möglichst viele Menschen sollen nach Lützerath kommen, um sich der Zerstörung in den Weg zu stellen!

Polizei und RWE bereiten sich auf die Abriegelung des Dorfes vor. Die Mahnwache in Lützerath ist nur noch bis zum 9.1. erreichbar. Auch wenn Lützi nicht mehr erreichbar sein sollte, lohnt es sich zu kommen. In Keyenberg wird derzeit „Unser Aller Camp“ aufgebaut.

Viele Menschen folgen dem Aufruf, sich der Räumung zu widersetzen.
Am 8.1.23 berichtet eine Campbewohnerin: „Es kommen richtig viele Menschen stündlich an, Lützi ist zu einem Mobilisierungstraum geworden!“
Aber es müssen noch mehr Menschen werden! Werden die Aktivist*innen vor Ort gefragt, was sie benötigen, dann haben sie zwar eine Spenden-Wunschliste parat aber vor allem wünschen sie sich „Menschen, Menschen, Menschen!“

„Wer nicht an Blockaden teilnehmen möchte, der oder die kann andere Aufgaben übernehmen, zum Beispiel in der Küche für Alle. Jede*r wird gebraucht.“

Weitere Infos unter https://www.alle-doerfer-bleiben.de/

Großdemo am 14.01.2023 in Lützerath

Am 14.01. findet in Lützerath/Keyenberg eine große Demo statt, zu der verschiedene Organisationen einladen. (Alle Dörfer Bleiben, BUND, Campact, Fridays for Future Deutschland, BUND,  Greenpeace Deutschland, Klima-Allianz Deutschland, Lützerath Lebt!, NAJI NRW)

Anreise zur Demo:

Es fahren zwei Busse vom BUND Bielefeld und den Parents for Future zur Demo ins Braunkohlegebiet. Ein weiterer Bus kommt aus Detmold und sammelt auch in Bielefeld Mitfahrer*innen ein.
Alle drei Busse sind bereits ausgebucht.
Aber auch mit dem Zug lässt es sich ab Bielefeld gut anreisen. Von den Bahnhöfen Erkelenz und Hochneukirch wird es Shuttlebusse zur Demo und zurück geben.

Darüber hinaus gibt es eine Mitfahrbörse: https://t.me/MitfahrboerseLuetzerath

Dorfspaziergang am 8.1.2023

Bereits am Sonntag sind tausende Menschen nach Lützerath gereist, um ein Zeichen gegen die Zerstörung zu setzen.

Auch einige Parents for Future waren dabei. Beim obligatorischen Dorfspaziergang, beim Aufbau von Barrikaden, beim Konzert der Band Annen May Kantereit.
„Es ist gut, hier zu sein, ein Zeichen zu setzen und die Aktivist*innen vor Ort so gut es geht zu unterstützen“ berichtet ein Mitfahrender.

Warum ist es wichtig, Lützerath zu retten?

  • Der Kohleausstiegsdeal spart bei weitem nicht so viel CO2 ein, wie uns Glauben gemacht werden soll. Fast die gesamte Kohlemenge, die RWE bis 2038 fördern und verbrennen wollte, wird jetzt in der Hälfte der Zeit verstromt.
    Mit diesem Deal macht RWE noch mehr Gewinne, da der CO2-Preis künftig steigen wird. Je schneller die Kohle verfeuert wird, desto besser also für RWE.
  • Beim Verbrennen der unter Lützerath liegende Kohle würden 280 Mio t CO2 emittiert. Damit wird es laut Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung praktisch unmöglich, die Pariser Klimaziele und damit auch das Urteil des Bundesverfassungsgerichts noch einzuhalten.
    Bei Lützerath liegt also die 1,5 Grad-Grenze! Reißen wir die, wird das unabsehbare Folgen für uns alle und vor allem für zukünftige Generationen haben.
  • Sowohl die Forschungsgruppe Aurora Energy Research als auch das Deutsche Institut für Wirtschaft kommen in Studien aus dem Jahr 2022  zu dem Ergebnis, dass aus energiewirtschaftlicher Sicht auf die Kohle unter Lützerath verzichtet werden kann. Demnach beträgt der Bedarf an Braunkohle bis 2030 maximal 234 Mio t Kohle. Auch beim Erhalt des Ortes Lützerath wären noch 260 Mio t Kohle förderbar.
  • Die Räumung von Lützerath soll also nicht aus Versorgungssicherheitsgründen durchgeführt werden, sondern weil sie für RWE die kostengünstigere Variante darstellt. Den Preis zahlt die Gesellschaft.

Aufruf einer Lützi-Campbewohnerin aus Bielefeld:

Liebe alle,

seit mehreren Tagen werden Bäume, Erde, Tiere rund um Lützerath zerstört. Die Schaufelradbagger sind so nah, dass sie der Polizei, den Secus und ihren schweren Maschinen wortwörtlich den Boden unter den Füßen wegbaggern. Geschützt von der Polizei hat RWE Straßen rund um Lützi gebaut und Felder planiert: Dort soll ab Dienstag ein doppelter Zaun gebaut werden, damit kein Mensch mehr nach Lützi kommen und Zeug_In der Vernichtung von Leben und Schöpfung werden kann.

Aber noch können wir es schaffen und verhindern, dass Lützerath komplett zerstört wird. Bis und mit Montag können wir alle legal anreisen. Es gibt eine Greenpeace Mahnwache vor Ort und die Mahnwache Lützerath, die schon seit dem 22. Juli 2020 der Kante widersteht. Am Sonntag gibt es einen Dorfspaziergang, Treffpunkt ist um 11.30 Uhr bei der Mahnwache Lützerath. Aber wir können anreisen, wann wir möchten, Menschen sind jederzeit willkommen, es braucht alle, auch wenn wir nur für ein paar Stunden da sein können.

Ihr habt jetzt die Gelegenheit, einen historischen Moment mitzugestalten. Wenn wir wirklich viele sind, die anreisen und immer wieder kommen, während den nächsten Tagen und Wochen, wenn wirklich viele Menschen in Lützi bleiben, dann bleibt auch Lützi. Und wir setzen ein Zeichen für Klimagerechtigkeit nicht nur in NRW sondern deutschland- und weltweit. Mit uns allen kann Lützi zu einem Kipppunkt in die positive Richtung werden.

Packen wir die Gelegenheit beim Schopf: Auf nach Lützerath! Menschen haben jahrelang für uns gekämpft, mobilisiert, ihr Leben grundlegend verändert, um vor Ort Widerstand zu leisten und neue Wege zu gehen. Die Medien gucken auf Lützerath, Internet explodiert mit Lützi Nachrichten, alles ist bereit. Jetzt sind wir dran. Die Zeit ist reif. Gehen wir hin und sagen gleichzeitig Nein zur Vernichtung und Ja zu einem guten Leben für alle.

Lützi bleibt!

3. Januar 2023
von Anette Schulte
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Hände weg von Lützerath!

Pressemeldung der Parents for Future Germany vom 02.01.2023

Parents for Future Germany fordert die Landesregierung NRW und RWE auf, alle Maßnahmen zur Räumung auszusetzen!

Dass Kinder in Deutschland keine Lobby haben und ihre Gesundheit sowie Freiheit weit weniger geschützt werden als die Interessen großer, zukunftsraubender Unternehmen, ist spätestens in der Corona-Pandemie deutlich geworden. Diese Missachtung der Bedürfnisse der jungen und kommenden Generationen setzt sich in der zerstörerischen Nicht-Klimapolitik in NRW und bundesweit fort.

So, wie auf Bundesebene die schützenden „Freiheitsrechte“ der jungen Generation verletzt werden (BVerfG, 24.04.2021) und die Politik bis heute keine ausreichenden Maßnahmen eingeleitet hat, diesen Missstand zu beheben, so lässt es die NRW-Landesregierung zu, dass RWE bis 2030 Zugriff auf weitere 280 Mio. Tonnen Braunkohle erhält, die unter Lützerath liegen.

Die Verbrennung dieser Kohlemenge macht die Einhaltung des Pariser Übereinkommens zum Schutz des Klimas von 2015 für Deutschland unmöglich. Auch der vorgezogene Kohleausstieg auf 2030 ändert daran nichts.

Und während seit heute, 02.01.2023, die Polizei in Lützerath beginnt, für RWE den Weg zur Kohle freizuräumen, steht der gesamte Prozess juristisch auf wackeligen Füßen. Die auf Zahlen von RWE fußenden Gutachten der NRW-Landesregierung, die die Verstromung der Kohle für die Versorgungssicherheit bestätigen, wurden unter enormem Zeitdruck erstellt und können getrost als Gefälligkeitsgutachten bezeichnet werden. Zudem haben Verfassungsrechtler*innen kürzlich bezweifelt, dass der Paragraph 48 des Kohleausstiegssgesetzes verfassungskonform ist – der Paragraph, in dem Garzweiler als „energiepolitisch und ernergiewirtschaftlich notwendig“ festgestellt wurde und auf den sich nun die Allgemeinverfügung des Kreises Heinsberg zur Räumung Lützeraths stützt.

Der Einfluss des Energieriesen RWE scheint nahezu unbegrenzt – da werden konzern-freundliche Paragraphen in Bundesgesetze geschrieben und grüne Minister*innen geben massenhaften Kohleabbau frei. Als Parents for Future Germany verurteilen wir die juristischen Winkelzüge, die gewaltsame Räumung Lützeraths und – zu allererst – die gewissenlose Zerstörung der Freiheit und Gesundheit unserer Kinder und Enkel*innen.

Als Eltern haben wir die Pflicht, für unsere Kinder zu sorgen. Wir kommen unserer Verantwortung nach und fordern im Namen unserer Kinder den sofortigen Stopp der Räumung Lützeraths. Im Tagebau Garzweiler II ist auch ohne die Zerstörung des Dorfes genug förderbare Kohle vorhanden, um die aktuelle Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Gleichzeitig muss deutschlandweit der Ausbau Erneuerbarer Energien massiv vorangetrieben werden.

Wir appellieren an Mona Neubaur (Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie, NRW) und Markus Krebber (Vorstandsvorsitzender RWE), zum Schutz der Kinder in aller Welt, Lützerath zu erhalten und die Kohle unter dem Dorf im Boden zu lassen. 

Übernehmen Sie Verantwortung im Sinne der Menschen!

Weitere Informationen unter Parentsforfuture.de

1. Januar 2023
von Anette Schulte
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Veranstaltung: Rote Klimakarte für Verkehrsminister Wissing

Autobahnneubau stoppen!

Die FDP fordert im Zuge der Planungsbeschleunigung den Bau neuer Autobahnen.
Wenn dies so kommt, werden Naturschutzbelange für den Neubau von Straßen kaum noch beachtet. Auch mit Klimaschutz hat das nichts zu tun!
Der Neubau von Straßen gehört nicht planungsbeschleunigt. Deshalb zeigen wir bei einem bundesweiten Aktionstag Wissing die rote Klimakarte und fordern SPD und Grüne auf, sich dem Vorschlag der FDP zu widersetzen!

Kommt deshalb am Freitag, dem 3.2.23 von 15:30 – 17:30 Uhr vor das Wahlkreisbüro der SPD, Arndtstraße 8-9, und unterstützt unsere Forderungen!

Bei der Gelegenheit möchten wir die SPD auch nochmal daran erinnern, dass Bielefeld – auch mit den Stimmen der SPD – den Klimanotstand ausgerufen hat und wir keine neuen Straßen brauchen, die mehr Verkehr nach Bielefeld bringen und unsere Johannisbachaue zerstören: Stoppt den Neubau der L712n!

22. Dezember 2022
von Anette Schulte
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Eilige Mitmachaktion

Post an Minister Habeck – Löschung der freien CO2-Zertifikate

Durch den vorgezogenen Kohleausstieg wird CO2 eingespart, wenn auch leider bei weitem nicht so viel, wie uns vorgerechnet wird. Damit diese eingesparte CO2-Menge nicht an anderer Stelle wieder ausgestoßen wird, ist es notwendig, die freiwerdenden CO2-Zertifikate zu löschen.

Um diese Löschung herbeizuführen, muss das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz bis Ende des Jahres einen entsprechenden Antrag in Brüssel stellen.

Bisher macht Minister Habeck leider keine Anstalten, diesen Antrag rechtzeitig zu stellen. Werden die Zertifikate nicht gelöscht, dann wird dieselbe Menge CO2 anderweitig ausgestoßen und die Einsparung ist nichtig.

Deshalb ist es wichtig, dass wir Minister Habeck Druck machen und ihm zahlreich schreiben. Hierfür könnt Ihr auch diesen Musterbrief verwenden. Einfach eigene Anschrift und das aktuelle Datum eintragen, unterschreiben und absenden.

Ihr könnt natürlich auch eigene Formulierungen verschicken, und zwar an:

Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz
Minister Robert Habeck
Scharnhorststr. 34-37
10115 Berlin

Herrn Minister
Robert Habeck
Platz der Republik 1
11011 Berlin

Oder per E-Mail an:
robert.habeck@bundestag.de

Unser Musterbrief-Text im Wortlaut:

Sehr geehrter Herr Minister Habeck,

heute wende ich mich mit der eindringlichen Bitte an Sie, bis Jahresende einen Antrag in Brüssel auf Löschung der CO2-Zertifikate zu stellen, die durch den früheren Kohleausstieg frei werden.
Noch ist Zeit dazu! Dies nicht zu tun, wäre für mich völlig unverständlich. Denn nur wenn die Zertifikate gelöscht werden, kann der Kohleausstieg auch einen Nutzen für das Klima haben.

Ich bin enttäuscht darüber, dass das Vorziehen des Kohleausstiegs uns als Erfolg verkauft wurde. Denn die Tatsache, dass zunächst mehr Kohle verfeuert werden darf, lässt die Bilanz um einiges schlechter aussehen, als Sie uns glauben machen wollen.

Auch kann ich nicht verstehen, dass das Dorf Lützerath der Zerstörung Preis gegeben werden soll, obwohl die Grünen sowohl im Bund als auch im Land NRW mitregieren.

Wenn nun die CO2-Einsparung durch den vorgezogenen Kohleausstieg dadurch zunichte gemacht wird, dass die Zertifikate nicht gelöscht werden, weil es versäumt wurde, einen entsprechenden Antrag zu stellen, hat Ihr Ministerium das Recht den Begriff „Klimaschutz“ im Namen zu tragen vollends verspielt. Deshalb bitte ich Sie: beantragen Sie die Löschung der freigewordenen CO2-Zertifikate!

Freundliche Grüße

22. Dezember 2022
von Anette Schulte
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Spendengutscheine für die Bielefelder Klimabahn – Last-Minute-Geschenkidee

Unter dem Motto „die Klimakrise nimmt Fahrt auf“ soll durch Bielefeld ab 01.04.2023 eine Klimabahn fahren. Die Klimabahn dient dabei nicht
nur als reguläres Transportmittel, sondern soll die Klimakrise im öffentlichen Straßenbild sichtbar machen.

Dazu wird die Bahn außen mit regionalen „Warming Stripes“ beklebt, während Installationen im Inneren und regelmäßige Veranstaltungen

über den Klimawandel informieren und zum Handeln anregen sollen.
Das Projekt von Scientists for Future Bielefeld wird bereits durch moBiel, die Stadt Bielefeld und die Stiftung für Umwelt und Entwicklung (SUE) NRW unterstützt. Zur Umsetzung der Bahn sind werden aber dringend weitere Spenden benötigt.
Deshalb unterstützen wir Parents for Future Bielefeld die Aktion mit einer Geschenkgutschein-Spenden-Aktion.
Und so funktioniert das Klimaschutz-Geschenk:
Einfach unsere schönen Geschenkgutscheine herunterladen (durch Klick auf eines der Gutschein-Fotos am Anfang dieses Artikels oder hier), den gewünschten Gutschein ausdrucken, den Spendenbetrag eintragen und Klimaschutz verschenken.
Der eingetragene Betrag kann dann gespendet werden über das Spendentool der Scientists for Future: https://de.scientists4future.org/klimastadtbahnfurbielefeld/

Oder direkt an:
Förderverein Scientists for Future e.V.

IBAN: DE89 4306 0967 1034 0391 01
GLS Bank Bochum

Als Verwendungszweck bitte „Klimabahn Bielefeld“ angeben,
sowie eine Kontaktadresse, falls eine Spendenbescheinigung benötigt wird.

28. November 2022
von Anette Schulte
Kommentare deaktiviert für Wie stehen die Parents for Future Bielefeld zu den Aktionen der Letzten Generation?

Wie stehen die Parents for Future Bielefeld zu den Aktionen der Letzten Generation?

 

Blockierte Straßen und Rollfelder, Kartoffelbrei auf wertvollen Gemälden, auf Bühnen festgeklebte Aktivist*innen. Die Aktionen der Letzten Generation sind sehr unbequem.

Das ruft Wut und Hass hervor. Von „Grüner RAF“ und „Öko-Terroristen“ ist die Rede. Selbst von Grünen Politiker*innen und sogar von vereinzelten Klimagruppen ist Kritik an den Aktionen der Letzten Generation zu hören. Es gibt Stimmen die befürchten, dass die Aktionen der Letzten Generation der Klimagerechtigkeitsbewegung Schaden anrichten würden, weil sie für ein negatives Bild sorgten .

Auch bei den Parents for Future Bielefeld sind die Aktionen der Letzten Generation ein Thema. Was die Aktionsformen selbst betrifft, so haben wir in unserer Gruppe keine einstimmige Position. Gemälde zu beschmieren hat auf den ersten Blick nicht viel mit Klimaschutz zu tun. Und es besteht die Gefahr, dass dabei tatsächlich Kulturgüter zu Schaden kommen. Einigen von uns geht das zu weit.

Aber wir sehen auch, dass wir durch unsere Aktionen bisher nicht die Transformation herbeiführen konnten, die wir dringend brauchen: Seit Jahren gehen wir auf die Straße, schreiben Pressemitteilungen und Petitionen, organisieren Infoveranstaltungen und kreative Aktionen.

Der letzte Bericht des Weltklimarates ist alarmierend! Wie der UN-Generalsekretär Antonio Guterres es in seiner Eröffnungsrede im Rahmen der Klimakonferenz der Vereinten Nationen formuliert, fahren wir mit Vollgas in die Klimakatastrophe.

Die Fakten liegen auf dem Tisch. Im globalen Süden ist die Klimakrise längst schon mit Wucht angekommen. Seit den letzten heißen und trockenen Sommern, seit der Flutkatastrophe im Ahrtal sind die Auswirkungen auch hier bei uns vor der Haustür spürbar. Nichts weniger als der Bestand unserer Zivilisation steht auf dem Spiel.

Und wie reagieren wir? Weltweit stoßen wir so viel CO2 und andere Klimagase aus wie nie zuvor. Wir konsumieren wie verrückt, fahren immer größere Autos, fliegen mehrfach im Jahr in den Urlaub oder gehen auf Kreuzfahrt. Und die Politik der Bundesregierung ist weit weg vom Auftrag des Bundesverfassungsgerichts, die Lebensgrundlagen zukünftiger Generationen zu schützen. Selbst leicht umsetzbare Klimaschutzmaßnahmen werden nicht realisiert. Unser Kurs führt uns derzeit in eine 3-4 Grad heißere Zukunft . Das ist wirklich radikal! Das Wegsehen ist radikal. Radikal sind die, die weiter an fossiler Energie festhalten. „Business as usual“ ist radikal!

Die Aktivist*innen der letzten Generation sind keine „Terrorist*innen“! Es ist absurd, Menschen für ihr gewaltfreies Eintreten für unsere Zukunft in Präventivhaft zu nehmen! Solches zu fordern misst mit zweierlei Maß: Für das Brechen weitreichender Verträge und Gesetze, z.B. Paris, das Klimagesetz, das Verfassungsgerichtsurteil und viele mehr, wird niemand zur Verantwortung gezogen.

Auch wenn wir bei den Parents4Future in Bielefeld über die Aktionsformen geteilter Meinung sind:

Wir sind uns einig, dass es ein „Weiter so“ nicht mehr geben darf. Wir verstehen die Verzweiflung der Letzten Generation und können nachvollziehen, dass sie provokante Aktionen wählen, um aufzurütteln.

Die durch die Aktionen herbeigeführten Unannehmlichkeiten empfinden wir als vernachlässigbar gegenüber der Fahrlässigkeit, mit der verantwortliche Politiker*innen unsere Zukunft und die unserer Kinder, Enkel, Nichten und Neffen aufs Spiel setzen.

Mit ihren Aktionen stellen die Aktivist*innen unseren zerstörerischen Alltag in Frage. Wir müssen aus der Komfortzone raus, damit wir morgen noch Komfortzonen finden können.